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Ein Jahrhundert nach seiner Entstehung inspiriert der D4 weiterhin zu neuen Interpretationen. Gemeinsam mit unterschiedlichsten Gestaltern hat TECTA deshalb kuratierte Editionen des Klassikers entwickelt – jede mit einer eigenen gestalterischen Handschrift.
Inhalte
des Exponates
D4 zirkulär
Mit dem »D4 zirkulär« erfährt Marcel Breuers Faltsessel (1927) eine schwerelose Erneuerung bei deutlich reduzierter CO2-Bilanz. Klimaschonender bluemint®Steel von thyssenkrupp trifft hier auf eine Bespannung aus upgecycelten Silbermänteln, die einst der Hitze am Hochofen trotzten. Eine Allianz von industrieller Kraft und zirkulärem Denken: umgesetzt von Tecta in Kooperation mit der Stiftung Bauhaus Dessau und thyssenkrupp.
Tecta X PB 0110
Schon auf den ersten Blick ein überraschendes Trio: Die Idee von Mobilität und flexiblem Arbeiten stand Pate bei der Kooperation von Tecta und PB 0110. So entstand ein Ensemble aus dem gleichen, handverlesenen Leder: der Faltsessel D4 von Marcel Breuer mit einem neuen, passenden Hocker. Dazu eine Beistelltasche, die wie ein Objekt im Raum steht und als Möbel funktionieren kann, gestaltet von der Künstlerin und Designerin Ayzit Bostan. Eine Gruppe, funktional und emotional. Gedacht für das flexible Büro und in aufwendiger Täschnerarbeit gefertigt.
edition K
Wir kennen sie alle: das Ölbild vom Fischer mit der Pfeife, von der schönen Spanierin oder der lesenden Frau – sie lassen Zeitreisen entstehen. Erinnerungen an das Stammlokal unserer Großeltern, die Tanten im Hunsrück oder die Ferien im Sommerhaus. Denn irgendwo hingen die Gemälde immer – und gehören heute zum kollektiven Gedächtnis einer ganzen Generation.
Mit diesen tradierten Sichtweisen zu spielen, sie aufzubrechen, das reizt die Künstlerin Kerstin Bruchhäuser auch in ihrer Sonderedition für das Tecta Kragstuhlmuseum. Ob Spanierin, Fischer, ein Segelboot auf dem Bergsee – die bekannten Motive hat sie in Gobelin-Stickbildern wiedergefunden und daraus Bezüge für Marcel Breuers Klappsessel D4 entwickelt. Das Echo der Vergangenheit trifft auf die Stuhl-Ikone, das Spiel mit der Verwandlung von Bekanntem in Unbekanntes kann beginnen.
BauhausNowhaus Esther Wilson
Der D4 ist Zeitzeugnis, Zauber und ein Möbel, mit dem die britische Gestalterin und Künstlerin Esther Wilson aufgewachsen ist.
Ein Stuhl, der Erinnerungen an ihre Großeltern, die Architekten Alison und Peter Smithson weckt, die das Möbel besaßen und eng mit Tecta zusammen gearbeitet haben. Die als Stickerin ausgebildete Gestalterin Esther Wilson hat deshalb ein poetisches Denk-Werk geschaffen, das sich vor Breuers Stuhl und dem Bauhaus verneigt. Die Basis für ihre Arbeit lieferte das Bauhaus Manifest in seinem Original-Layout.
Wilson markierte auf einer Kopie in Farbe einzelne Worte und Bleistift-Handnotizen, die ihr wichtig erschienen. Die entstanden Farbblocks transferierte sie gemäß ihrer Positionen im Manifest als Stickerei auf die textilen Flächen des D4. So entstanden intensive, minimale Stickereien. Kunstwerke in einzigartiger Rhythmik aus Anordnung und Farbwiederholung. Größen und Proportionen der Farbblocks variieren nach Stuhl-Version –das Muster hat Wilson jeweils passgenau skaliert.
BauhausNowhaus Kerstin Bruchhäuser
Für ihre Version hat Kerstin Bruchhäuser entschieden, das Stahlrohrgestell des D4 zu belassen, um sich auf die Gestaltung der textilen Gurtflächen – Sitz, Rücken- und Armlehnen – zu konzentrieren.
In aufwändiger Handarbeit kreierte sie über drei Monate ein Patchwork und bediente sich der traditionellen koreanischen Pojagi Technik. Hierbei werden Stoffreste mit markanten Kedern aneinander genäht, so das Vorder- und Rückseite fast identisch aussehen. Das Ergebnis: ein beidseitig ästhetisch-schönes Textil.
BauhausNowhaus Kerstin Bruchhäuser
Ein Sessel, um tief Luft zu holen – um sich danach im Himmelblau seiner Legenden einfach forttragen zu lassen. Breuers Klubsessel D4 hat von Künstlerin Kerstin Bruchhäuser ein neues Outfit bekommen: Der D4 im used DENIM look. Cool und nachhaltig – die neue Jeans-Formel für Breuers Ikone von Tecta.
Wenige Teile überstehen schnelllebige Modetrends so nachhaltig wie Jeans – seit über 150 Jahren ist die Hose Kult. 1873 von Levi Strauss zum Patent angemeldet, wurde sie in Indigo zur Ikone und passt schon deshalb zum ikonenhaften D4 von Marcel Breuer aus dem Jahr 1926/27.
Über die
Gestalter*in
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